Das wollen wir:

Weniger Fleisch, dafür solches aus tierfreundlicher Haltung – damit kann jede und jeder Einzelne positive Effekte für die Umwelt und das Tierwohl erzielen.

Gesund

Eine gesunde Ernährung und eine nachhaltige, tiergerechte Lebensmittelproduktion, wie sie die Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2030» (SNE 2030) anstrebt, nützt der Gesundheit und dem Tierwohl.

Massvoll

Weniger Fleisch heisst nicht kein Fleisch. Im Durchschnitt isst jede Schweizerin und jeder Schweizer rund ein Kilo Fleisch pro Woche. Das ist zu viel. Besser ist es, den Fleischkonsum zu reduzieren und darauf zu achten, welches Fleisch wir essen.

Gezielt

Welche Produkte stammen aus tier- und artgerechter Haltung? Eine hilfreiche Orientierung bieten die Labels, die jedoch unterschiedliche Anforderungen an die Tierhaltung und -fütterung stellen. Die Labelbewertung www.essenmitherz.ch stellt den Konsumentinnen und Konsumenten die Labels vor und informiert, welche empfehlenswert sind.

Tierfreundlich

Mit einem grösseren Anteil tierfreundlich erzeugter Produkte werden mehr Tiere tiergerecht gehalten. Das stärkt die Labelproduktion. Wichtig ist aber auch, dass dieser Anteil in der Gastwirtschaft und Ausserhausverpflegung erhöht wird. Bis heute ist er in diesen Bereichen sehr bescheiden.

Gesundes Gericht
 

Was ist tiergerecht

Die Labelbewertung www.essenmitherz.ch des Schweizer Tierschutz STS gibt Auskunft darüber, welches die empfohlenen Labels und Standards hinsichtlich Tierwohl sind. Der STS empfiehlt Labels mit der Bewertung TOP und OK, deren Anforderungen viel Tierwohl garantieren, beispielsweise freie Bewegung, Beschäftigung, Auslauf oder Weide. Mit der Bewertung will der STS den Konsumentinnen und Konsumenten eine Orientierungshilfe bieten und den tierschützerischen Wert von Produkten aufzeigen.
 

Der Bundesrat hat mit seinem direkten Gegenentwurf zur Massentierhaltungsinitiative bestätigt, dass in der konventionellen Nutztierhaltung Handlungsbedarf besteht. Diverse tierschutzwidrige Aufstallungssysteme etwa sind bis heute legal.

 

Gemäss STS-Labelstatistik wurden in der Schweiz im 2021 in den Hauptkategorien Rindvieh, Schweine, Lämmer und Geflügel insgesamt 86.5 Millionen Tiere geschlachtet (exkl. Importfleisch).

 

Davon sind lediglich 10.4 Millionen respektive 12 Prozent tierfreundlich gehalten oder werden als Labelprodukte (inkl. bio) abgesetzt. Leider stagniert dieser Anteil oder nimmt in einzelnen Bereichen sogar ab.

Kuh und Kalb

Nachhaltige und standortangepasste Produktion – faire Abgeltung

Der Einsatz für nachhaltige Ernährung umfasst mehr als die Förderung einer vegetarischen und veganen Ernährung. Über neunzig Prozent der Bevölkerung konsumieren tierische Produkte wie Milchprodukte (inkl. Käse), Eier und Fleisch. Das Tierwohl spielt beim nachhaltigen Konsum eine zentrale Rolle. Deshalb setzen wir uns ein für weniger Fleisch und bessere Tierhaltung.
 
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Wir stärken eine bäuerliche Landwirtschaft, deren Produkte vom Markt fair abgegolten werden müssen.

 

Mit den tierfreundlich erzeugten Produkten können die Bäuerinnen und Bauern eine höhere Wertschöpfung erzielen.

 

Gleichzeitig soll die Landwirtschaft nachhaltig und standortangepasst produzieren. Dies bedeutet im Grasland Schweiz eine raufutterbasierte Nutztierhaltung.

 

Weniger Fleischkonsum und mehr tierfreundlich erzeugte Produkte bringen Fortschritte für die Tiere, die Umwelt, die Menschen und nicht zuletzt für die Bäuerinnen und Bauern.

Alle sind gefordert

Damit unsere Ernährung nachhaltiger und tierwohlorientiert wird, sind alle gefordert – neben den Konsumentinnen und Konsumenten sowie den Produzentinnen und Produzenten auch die Anbieterinnen und Anbieter am Markt sowie die Politik.
Lamm springt auf Gras

Marktakteurinnen und -akteure

 

​Sie sorgen für faire und transparente Marktbedingungen und übernehmen mehr Verantwortung für den Ausbau von nachhaltigem und tiergerechtem Konsum.

Der Detailhandel und die Gastronomie müssen mehr Verantwortung für einen nachhaltigen und tiergerechten Konsum übernehmen. Sie müssen den in vielen Sortimenten tiefen Anteil nachhaltiger und gelabelter Produkte erhöhen.

 

Studien zeigen, dass bei den Endverkaufspreisen künstlich überhöhte Preisdifferenzen zwischen den günstigen Standardsegmenten und den Label- respektive Biosortimenten existieren.

 

Es darf nicht mehr sein, dass die Zahlungsbereitschaft von Konsumentinnen und Konsumenten, die auf eine nachhaltige und tiergerechte Produktion achten, ausgenutzt wird. Ausserdem sind den Produzentinnen und Produzenten die Tierwohlmehrleistungen kostendeckend abzugelten.

Im Laden bezahlen
 
Männlicher Redner

Politik

 

​Der Bund soll bessere Rahmenbedingungen für ein nachhaltigeres und tierwohlorientiertes Ernährungssystem schaffen.

Die Organisationen hinter der Kampagne «Weniger Fleisch – dafür aus tiergerechter Haltung» fordern vom Bund, dass er die selbst gesetzten Ziele der Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2030» (SNE 2030) konsequent umsetzt. Damit wird der nachhaltige Konsum und die nachhaltige Produktion gefördert sowie der Wandel hin zu nachhaltigen Ernährungssystemen vorangetrieben.

 

Ausserdem soll der Bund sich im Bereich der Marktbedingungen und der Herstellung von Kostenwahrheit engagieren, weil heute nachhaltig produzierte Produkte preislich benachteiligt sind.

 

Massive Anstrengungen sind auch in der Bildung nötig, um den Zusammenhang zwischen einer intakten Natur und tierwohlgerechten Produktions- und Ernährungsformen zielgruppengerecht zu vermitteln.

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